Doch nicht alles Krise? (9)

Manager im Ausland glauben, dass Deutschland schneller als andere aus dem Tal kommt

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Nach dem Urteil internationaler Entscheidungsträger könnte Deutschland die Wirtschaftskrise deutlich besser bewältigen als andere Industrieländer. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Ernst & Young AG. Danach sind 86 Prozent der Befragten zuversichtlich, dass die deutsche Wirtschaft erfolgreich wieder Tritt fassen kann.
avaris-konzept-Infoservice: Umfrage Ernst  Young
43 Prozent glauben darüber hinaus, dass Deutschland in Europa am besten aufgestellt ist, die Folgen der konjunkturellen Verwerfungen zu bewältigen. Dass dies für Großbritannien oder Frankreich gilt, glauben dagegen nur elf beziehungsweise neun Prozent der Manager. Vergleiche dazu Grafik aus der Studie von Ernst & Young rechts.

80 Prozent der ausländischen Unternehmenslenker sehen den Standort Deutschland positiv. 37 Prozent meinen zudem,  dass sich die Standort-Attraktivität hierzulande weiter erhöhen werde.

Weitere Positiv-Aspekte aus deutscher Sicht:

Unternehmens-Verlagerungen ins Ausland sind kaum ein Thema. Nur elf Prozent der Unternehmen (Vorjahr: 19 Prozent) wollen Aktivitäten aus Deutschland verlagern. Die Direktinvestitionen nach Deutschland steigen hingegen deutlich.

Positiv sehen die Manager vom Ausland aus auch die Infrastruktur (Telekommunikation und Transport & Logistik) sowie die Lebensqualität, das soziale Klima und die Qualifikation der Arbeitnehmer in der Bundesrepublik.
Wiederaufstieg aus dem Konjunkturtal durch Innovation und Unternehmergeist
Krisen-Genesungspotenzial habe Deutschland durch Innovation und Unternehmergeist, meinen 43 Prozent der Befragten. (Grafik rechts, Quelle: Ernst & Young).

Vor dem Hintergrund, dass die exportgeprägte deutsche Wirtschaft stärker als andere von einer gesunden Weltkonjunktur abhängt, ist die Dauer der Krise nach Einschätzung der Studienautoren sehr entscheidend dafür, ob sich die positive Einschätzung der ausländischen Manager bewahrheiten werden. Voraussetzung dafür ist, dass produktiven Kapazitäten in Deutschland keinen irreversiblen Schaden nehmen.Vergleiche hierzu Meinungsartikel vom April auf dieser Webseite.

„Offensichtlich geht ... die Mehrheit der Befragten davon aus, dass die Krise in einem überschaubaren Zeitraum überstanden sein wird. Und sie trauen Deutschland zu, trotz der aktuell sehr schwierigen Lage gerade in der Industrie, den Abschwung zu meistern und relativ stabil durch die Krise zu navigieren“, heißt es dazu in der Studie.

Die Ergebnisse der Ernst & Young-Studie basieren auf einer Umfrage unter Entscheidungsträgern in ausländischen Unternehmen. Untersucht wurden

  1. die „gefühlte“ Attraktivität Europas und seiner Wettbewerber. Diese wurde ermittelt durch eine repräsentative Befragung von 809 internationalen Entscheidungsträgern.
  2. Europas wirkliche Attraktivität für ausländische Direktinvestoren. Die Daten beruhen auf dem European Investment Monitor von Ernst & Young.
  3. die Attraktivität Deutschlands aus Sicht ausländischer Unternehmen. Diese basiert auf einer zusätzlichen Befragung von weiteren 207 internationalen Entscheidungsträgern.

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Carsten Seim, avaris | konzept, Redaktionsbüro für strategische Kommunikation - Kommunikative Beratung | Redaktion | Öffentlichkeitsarbeit
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