Studie: Erreichbarkeit im Zeitalter 4.0 und der digitale Feierabend?

Portraet_IfaaDie digitale Vernetzung bringt neue, flexiblere Beschäftigungsformen mit sich – und zwar räumlich und zeitlich. „Müssen wir nun ständig erreichbar sein“, fragen sich viele. Und in manchen Unternehmen haben Chefetage und Belegschaft bereits den digitalen Feierabend vereinbart. Dienstliche Mails gehen dann schlafen. Die Debatte darüber wird kontrovers geführt. Der Wissenschaftler Dr. Stephan Sandrock vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft, ifaa, meint, dass die „flexiblen Arbeitszeiten und -formen“ den „Beschäftigten und den Betrieben positive Effekte in Richtung Flexibilität“ bieten. Er verweist auf eine Studie seines Instituts. (Foto: ifaa)

In dieser Expertise zum Thema Industrie 4.0 gaben rund 60 Prozent der Befragten an, dass Industrie 4.0 und Digitalisierung den Beschäftigten mehr Flexibilität – inhaltlich, zeitlich und räumlich – bieten wird. Sandrock meint, dass sich hierdurch Chancen für beide Seiten ergäben: „Mitarbeiter brauchen mehr Flexibilität zum Beispiel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – die Betriebe brauchen Flexibilität für unterschiedliche Auftragssituationen.“

Sechs von zehn Beschäftigten wünschen sich eine vertragliche Vereinbarung, die ihre Erreichbarkeit regelt. Der Wissenschaftler Dr. Stephan Sandrock plädiert hier für individuelle Regelungen, die sich nach den betrieblichen Gegebenheiten richten. Zur Meldung auf dem Portal des ifaa.

Mehr zum Thema Industrie 4.0: Interview mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und dem Ingenieurwissenschaftler Professor Sascha Stowasser, Direktor des ifaa.

Carsten Seim

Carsten Seim, Redaktionsbüro avaris | konzept

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.