Interview mit Christian von Stetten zur Debatte um ÖPP

19294_17_Von-StettenChristian von Stetten ist mittelstandspolitischer Sprecher der Unions-Fraktion. Seit 2002 ist der CDU-Politiker Mitglied im Deutschen Bundestag. Seit den 90er-Jahren ist er Unternehmer. In einem Interview für das Magazin des Baugewerbe-Verbandes Niedersachsen machte er deutlich, dass sich der unternehmerische Mittelstand auf eine Zunahme von öffentlich-privaten Partnerschaften einstellen müsse. Er widersprach auch vorangegangenen Äußerungen des niedersächsischen Finanzministers Jürgen Schneider. Dieser vertritt die Auffassung, dass ÖPP für den Staat teurer sei als öffentlich finanzierte Bauvorhaben. Von Stetten stellte sich hinter Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt und meint, dass ÖPP neue Chancen auch für den Mittelstand im Baugewerbe bringen werde.  Mehr lesen

Hyperlokal – wie ein Familien-Verlag der Printkrise trotzt

Rautenberg Media - die Verlegerfamlie. Foto: Carsten Seim für den Unternehmerclub pro Troisdorf

Rautenberg Media in Troisdorf ist ein in dritter Generation geführter Familienbetrieb und ein Hidden Champion im Mediengeschäft. Mit seinen 200 Ortszeitungen erreicht der Verlag 3,75 Millionen Leser. In der Region Rhein-Sieg verbreitet das Unternehmen den „Rundblick“. 1961 als Garagenunternehmen gestartet, beschäftigt Rautenberg heute 150 Mitarbeiter und 60 feste und freie Lokalredakteure. In einem Interview für den Unternehmer-Club pro Troisdorf erklärt Geschäftsführungsmitglied David Otten, Enkel des Firmengründer Ewald Rautenberg: Mehr lesen

Vernetzt mehr erreichen – der Unternehmerclub pro Troisdorf

Neues Mitgliedsprofil von Carsten Seim, avaris | konzept, im Unternehmerclub pro Troisdorf.

Der Unternehmer-Club pro Troisdorf repräsentiert branchenübergreifend die Wirtschaft der einwohnerstärksten Stadt des Rhein-Sieg-Kreises. Vertreten sind Produktion, Handel und Dienstleistung. Zu den mehr als 100 Mitgliedern dieses Netzwerks zählen die drei bedeutendsten privaten Arbeitgeber der Stadt sowie auch junge und hochdynamische Unternehmen.

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Ramelow und das strategische Dilemma der SPD

Heftige Diskussionen in der bundesdeutschen Politik- und Medienöffentlichkeit: Das bürgerliche Lager empört sich, dass die Linkspartei Bodo Ramelows mithilfe der SPD die Macht in Thüringen übernimmt. Ein sozialdemokratischer Freund aus Berlin weist in #fb nicht minder aufgebracht darauf hin, dass nach dem Zusammenbruch der DDR zahlreiche „Blockflöten“ nahtlos zu demokratischen „Christen“ mutiert sind. Viele von ihnen machten Karriere im nun gesamtdeutschen Politikbetrieb. Darunter waren sicher auch welche, die zu DDR-Zeiten die Blockpartei als das geringere Übel gesehen haben, um sich in der Nische dem Zugriff der SED zu entziehen. Unabhängig davon ist aber auch wahr, dass diese Blockparteien am Tropf der DDR-Staatspartei hingen und deren Alleinherrschaft scheindemokratisch bemänteln sollten.

Deshalb war mir die Schwarz-Rot-Malerei der Kohl-Union in der Zeit des Übergangs und der Jahre danach schwer erträglich. Ich erinnere mich an ein vormals führendes Mitglied einer Blockpartei, das auf CDU-Seite im Bundestag saß, während der frühere Vorsitzende der PDS-Fraktion angehörte.

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Euro-Normungswahn im Bauwesen

In einem Interview für das Magazin des Baugewerbe-Verbandes Niedersachsen, BVN, nimmt Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer, den Normungswahn im Bauwesens ins Visier, hier insbesondere die Eurocodes. Die Fragen stellten Jan Loleit, stv. Hauptgeschäftsführer des Verbandes, und Carsten Seim. Wörtlich erklärte Kammeyer: „Die alte Stahlbaunorm zum Beispiel hatte früher circa 100 Seiten, der Eurocode hat heute circa 500 Seiten. Ähnlich sieht es im Massivbau, im Holzbau und im Mauerwerksbau aus.“ Die Frage, ob ein normaler Bauunternehmer ohne Jurastudium die Normungs- und Regelungskulisse noch beherrschen könne, beantwortete er mit: „“Eindeutig nein!“

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Wie privat ist eine Spitzenpolitikerin in Facebook?

Die Rhein-Zeitung  beschäftigt sich mit der Frage, ob eine rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin in Facebook den Standpunkt vertreten kann, dass sie hier privat auftrete. Stein des Anstoßes: Sie, die hier durchaus bundespolitische Anliegen kommuniziert, wollte nicht ausführlicher zur Zukunft des Nürburgrings Stellung nehmen, denn sie trete hier privat auf.

Zitat: „Weiter kann ich mich hier auf dieser Seite nicht äußern, da dieses meine private Facebook-Seite ist. Für weitere Fragen bitte ich Sie, die Facebook-Seite der Staatskanzlei oder die Kontaktdaten der Staatskanzlei zu verwenden, weil ich meine Funktion als Privatperson und Ministerpräsidentin trennen muss. Ich versichere Ihnen aber, dass das Thema Nürburgring bei uns eine hohe Priorität besitzt.“

Diesen Rückzug ins Private nehmen ihr Nürburgring-Fans #fb-öffentlich übel.

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Gabriele Heiders Überlebenszeichen

Die Malerin Gabriele Heider
Die Malerin Gabriele Heider

Körpergedächtnis Dimension I nennt Gabriele Heider das eine ihrer beiden 2,80 mal 2,90 Meter großen Bilder. Mit Wucht hat die Malerin halbkreisförmige weiße, blaue, rote Halbkreise auf den Hintergrund geschleudert, der wiederum  in verschiedenen Rottönen, einem hellen Grün und einer sonnengelben Fläche in der oberen Bildmitte gehalten ist. Vor mir sehe ich das fertige Werke, und hinter mir die Spuren ihrer Arbeit in ihrem Atelier – der frühere Heuspeicher des elterlichen Gutshofes, 1928 gebaut mit einem Dachgebälk aus unbehandelten Baumstämmen und rohen Dielen auf Lehm. Darauf sind rechteckige Farbränder zu sehen. Es sind Arbeitsspuren: Gabriele Heider legt die Leinwände auf den Boden, wenn sie in ihre Bildwelten eintaucht.

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Rezensiert: Worthupferl über die Liebe zum Leben

worthupferl_KarlHeinz-KariusBereits auf Seite 3 warnt der Autor KarlHeinz Karius seine Leser, dass schon sehen werde, was er davon habe, wer das vorgelegte Buch „leichtfertig oder böswillig ganzheitlich oder partiell“ kritisiert. Nun ja … Wir wagen uns dennoch an eine Buchbeschreibung, um das Wort „Kritik“ gar nicht erst in die Tastatur zu tippen. Jetzt ist es doch passiert! „Worthupferl“, so nennt KarlHeinz Karius badisch weich seine Aphorismen. Unter der Überschrift „Liebe das Leben – und die Zukunft umarmt Dich!“ legt er nun die dritte gebundene Auflage vor. Das Pathos des Buchtitels dämpft der Autor selbst 15 Seiten weiter in der Rubrik „Preiswert philosophisch“, ohne dabei seine Linie zu verlieren. Zum Beispiel mit einem trockenen „Nichts tarnt sich so geschickt als Schwierigkeit wie eine Chance.“  Karius ist ein Nach-vorn-Gucker ohne immer vorneweg sein zu wollen. Seine Liebe zum Leben kommt auch in diesem Spruch zum Vorschein: „Für die perfekte 5-Tage-Woche streiche einfach gestern und morgen aus dem Kalender.“

 

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