Hyperlokal – wie ein Familien-Verlag der Printkrise trotzt

Rautenberg Media - die Verlegerfamlie. Foto: Carsten Seim für den Unternehmerclub pro Troisdorf

Rautenberg Media in Troisdorf ist ein in dritter Generation geführter Familienbetrieb und ein Hidden Champion im Mediengeschäft. Mit seinen 200 Ortszeitungen erreicht der Verlag 3,75 Millionen Leser. In der Region Rhein-Sieg verbreitet das Unternehmen den „Rundblick“. 1961 als Garagenunternehmen gestartet, beschäftigt Rautenberg heute 150 Mitarbeiter und 60 feste und freie Lokalredakteure. In einem Interview für den Unternehmer-Club pro Troisdorf erklärt Geschäftsführungsmitglied David Otten, Enkel des Firmengründer Ewald Rautenberg: Mehr lesen

#Seminar Berlin Dorotheenstraße

Carsten Seim - Berlin-SelfieDrei schöne Seminartage in Berlin liegen hinter mir. Zielgruppe: Büroleiter und Mitarbeiter von Abgeordneten im Deutschen Bundestag. Sehr interessierte Teilnehmer, engagierte Diskussionen – so wie man es sich als Dozent nur wünschen kann. Auf dem Weg zum Rückflug ins Rheinland mache ich dieses Foto in der Dorotheenstraße. Der Aufnahmeort liegt nur wenige Meter entfernt von jenem Gebäude, in dem Schabowski die Maueröffnung verkündet hat. Mit einem Kollegen habe ich dort über strategische Planung politischer Öffentlichkeitsarbeit referiert. Hätte mir einer 1988 gesagt, dass ich einmal an diesem Ort arbeiten würde, ich hätte ihn für verrückt erklärt …

Interview mit Vizekanzler Sigmar Gabriel und ifaa-Chef Sascha Stowasser: soziale Anerkennung der deutschen Industrie und Chancen 4.0

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Deutschland 2015, Deutschland 2020 – wo wachsen wir hin? Unter dieser Überschrift steht ein soeben erschienenes Interview, das ich mit Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und dem Ingenieurwissenschaftler Prof. Dr.-Ing. Sascha Stowasser, Direktor des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft, ifaa, in Düsseldorf, geführt habe. “ In Deutschland bildet die Industrie in weit stärkerem Maße als in vergleichbaren Ländern die Basis für Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze“, betonte Gabriel in diesem Gespräch. „International hat sich die deutsche Industrie mit qualitativ hochwertigen und innovativen Erzeugnissen über Jahrzehnte einen hervorragenden Ruf erarbeitet, der leider oft in Deutschland selbst vielen Menschen gar nicht bewusst ist.“ Weitere Themen dieses Interviews und Antworten der Gesprächsteilnehmer: Mehr lesen

Fachkräftemangel: Gabriel will neue Anreize für Ältere, länger im Beruf zu bleiben

„Wir müssen den Erfahrungsschatz der Älteren bestmöglich und solange wie möglich nutzen. Dazu braucht es Anreize für Ältere, damit sie ihre Berufstätigkeit fortsetzen und nicht frühzeitig in Rente gehen.“ Das erklärte der Vizekanzler in einem Interview mit der arbeitswissenschaftlichen Fachzeitschrift Betriebspraxis & Arbeitsforschung des Düsseldorfer Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft, ifaa. Zur Pressemeldung. Mehr lesen

Tiefststand bei neuen Dualen Ausbildungsverhältnissen und die Empfehlungen eines Jugendforschers

Professor Klaus Hurrelmann Foto: Hertie School of Governance, Interview mit Carsten Seim
Professor Klaus Hurrelmann Foto: Hertie School of Governance

Demografie und eine wachsende Studierneigung sind nach Angaben des Bundesbildungsministeriums für einen neuen Tiefststand bei neu abgeschlossenen Dualen Ausbildungsverträgen verantwortlich. In der Zeit vom 1. Oktober 2013 bis zum 30. September 2014 sind nur 522 200 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen worden. Das sind 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr, so die Ausbildungsbilanz des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverhältnisse sinkt bereits seit Jahren und hat, wie die #FAZ meldete, den tiefsten Stand seit der Wende erreicht. Über den wachsenden Wettbewerb um junge Berufseinsteiger und geeignete Angebote für Angehörige der Generation Y sprach ich vor einiger Zeit in einem Interview mit dem Jugendforscher Professor Klaus Hurrelmann. Er ist Mitglied im Leitungsteam der Shell-Jugendstudie. Mehr lesen

Ramelow und das strategische Dilemma der SPD

Heftige Diskussionen in der bundesdeutschen Politik- und Medienöffentlichkeit: Das bürgerliche Lager empört sich, dass die Linkspartei Bodo Ramelows mithilfe der SPD die Macht in Thüringen übernimmt. Ein sozialdemokratischer Freund aus Berlin weist in #fb nicht minder aufgebracht darauf hin, dass nach dem Zusammenbruch der DDR zahlreiche „Blockflöten“ nahtlos zu demokratischen „Christen“ mutiert sind. Viele von ihnen machten Karriere im nun gesamtdeutschen Politikbetrieb. Darunter waren sicher auch welche, die zu DDR-Zeiten die Blockpartei als das geringere Übel gesehen haben, um sich in der Nische dem Zugriff der SED zu entziehen. Unabhängig davon ist aber auch wahr, dass diese Blockparteien am Tropf der DDR-Staatspartei hingen und deren Alleinherrschaft scheindemokratisch bemänteln sollten.

Deshalb war mir die Schwarz-Rot-Malerei der Kohl-Union in der Zeit des Übergangs und der Jahre danach schwer erträglich. Ich erinnere mich an ein vormals führendes Mitglied einer Blockpartei, das auf CDU-Seite im Bundestag saß, während der frühere Vorsitzende der PDS-Fraktion angehörte.

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Euro-Normungswahn im Bauwesen

In einem Interview für das Magazin des Baugewerbe-Verbandes Niedersachsen, BVN, nimmt Dipl.-Ing. Hans-Ullrich Kammeyer, Präsident der Bundesingenieurkammer, den Normungswahn im Bauwesens ins Visier, hier insbesondere die Eurocodes. Die Fragen stellten Jan Loleit, stv. Hauptgeschäftsführer des Verbandes, und Carsten Seim. Wörtlich erklärte Kammeyer: „Die alte Stahlbaunorm zum Beispiel hatte früher circa 100 Seiten, der Eurocode hat heute circa 500 Seiten. Ähnlich sieht es im Massivbau, im Holzbau und im Mauerwerksbau aus.“ Die Frage, ob ein normaler Bauunternehmer ohne Jurastudium die Normungs- und Regelungskulisse noch beherrschen könne, beantwortete er mit: „“Eindeutig nein!“

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Standpunkte zur flexiblen Arbeitswelt

Standpunkte zur flexiblen Arbeitswelt

Prof. Ralph Bruder, Präsident der Gesellschaft für Arbeitswissenschaft, und zahlreiche Referenten bedeutender Unternehmen in Deutschland, vertraten beim Arbeitswissenschaftlichen Forum der Mittelgruppe Standpunkte rund um die flexible neue Arbeitswelt. Die von mir aufgezeichneten Positionen dieser prominent besetzten Veranstaltung in Mainz sind im Magazin des Instituts für angewandte Arbeitswissenschaft, ifaa, erschienen und liegen als Sonderdruck hier zum Download bereit. Mit dabei waren Experten der ZF Friedrichshafen AG, der Leica Kamera AG Wetzlar, der Airbus Group Germany und der Bomag-Gruppe.

Wie privat ist eine Spitzenpolitikerin in Facebook?

Die Rhein-Zeitung  beschäftigt sich mit der Frage, ob eine rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin in Facebook den Standpunkt vertreten kann, dass sie hier privat auftrete. Stein des Anstoßes: Sie, die hier durchaus bundespolitische Anliegen kommuniziert, wollte nicht ausführlicher zur Zukunft des Nürburgrings Stellung nehmen, denn sie trete hier privat auf.

Zitat: „Weiter kann ich mich hier auf dieser Seite nicht äußern, da dieses meine private Facebook-Seite ist. Für weitere Fragen bitte ich Sie, die Facebook-Seite der Staatskanzlei oder die Kontaktdaten der Staatskanzlei zu verwenden, weil ich meine Funktion als Privatperson und Ministerpräsidentin trennen muss. Ich versichere Ihnen aber, dass das Thema Nürburgring bei uns eine hohe Priorität besitzt.“

Diesen Rückzug ins Private nehmen ihr Nürburgring-Fans #fb-öffentlich übel.

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