„Mehr Berufsorientierung“: Interview mit Niedersachsens Kultusministerin

Carsten Seim und Jan Loleit interviewen Niedersachsens Kultusministerin Frau Heiligenstadt (SPD).

„Eine aus meiner Sicht zu hohe Zahl von Berufs- und Studienabbrechern spricht dafür, dass wir … mehr Berufsorientierung brauchen“, erklärt Niedersachsens Kultusministerin in einem Gespräch für das Magazin des Baugewerbe-Verbandes Niedersachsen. Sie wünsche sich auch an Gesamtschulen und Gymnasien „Kompetenzfeststellungsverfahren, über die Jugendliche herausfinden können, welche Stärken und Schwächen sie haben.“ Bislang gibt es das nur an Haupt-, Real- und Oberschulen. „Bisher“, so die Ministerin weiter,“haben die Gymnasien nur ein 14-tägiges Praktikum“. Heiligenstadt: „Ich wünsche mir ein zweites Praktikum in einer anderen Altersstufe. Dabei geht es nicht nur um die Erkundung betrieblicher, sondern auch universitärer Bereiche. Das kann auch den Zuspruch für die duale Ausbildung und das duale Studium erhöhen.“ „„Mehr Berufsorientierung“: Interview mit Niedersachsens Kultusministerin“ weiterlesen

„Mehr Berufsorientierung“: Interview mit Niedersachsens Kultusministerin

Die Nähe im Regierungsviertel und die virtuelle Realität der Tagesschau

Ich bin im Regierungsviertel in Mantel und Anzug unterwegs – und mit dem für Berlin typischen Rollkoffer: Akten für ein Seminar. Andere ebenfalls so ausgestattete Menschen kommen entgegen: Ein Ministeriumssprecher schaut prüfend, und ich sehe in seinem Kopf die Frage arbeiten: „Muss ich den grüßen?“ Die Welt ist klein in der Bannmeile, und alle, die so aussehen, als würden sie hier hingehören, könnten sich in einer Runde, bei einem Termin, einer Pressekonferenz oder einer der vielen opulenten Abendveranstaltungen wieder begegnen. Hier treffen sich vielfach dieselben Menschen in denselben Konstellationen bei denselben Ritualen. An diese Szene aus dem vergangenen Sommer fühlte ich mich erinnert, als ich jüngst den #FAS-Aufsatz des Medien-Bloggers Stefan Niggemeier las. Es findet sich auch in seinem Blog. Das Stück ist zwar schon am 1. Februar erschienen. Ich setze ihm hier ein eigenes Lesezeichen, weil es zeitlos interessant ist. Der Aufsatz analysiert unter dem Titel „Die 20-Uhr-Wirklichkeit“, wie sich die Tagesschau „täglich ihre eigene politische Realität“ inszeniert.

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Die Nähe im Regierungsviertel und die virtuelle Realität der Tagesschau

Zitiert: Tichys Einblick zu Lindners angeblicher Wutrede im Landtag …

… und das Rudelverhalten in der Berichterstattung mancher Medien. FDP-Vorsitzender und NRW-MdL Christian Lindner hatte in einer Landtagsrede auf einen hämischen Zwischenrufer aus der SPD-Fraktion reagiert. Das online auch von der WELT verbreitete Video wurde – Stand 4. Februar – mehr als 1,5 Millionen Mal aufgerufen. Im Online-Portal Tichys Einblick des früheren Wiwo-Chefredakteurs Roland Tichy schreibt Fritz Goergen dazu:

„Wutrede“? Keine Spur von Wut, wohl aber von unbändigem Spaß über ein so fabelhaftes Geschenk. Lindners Freude nahm von Minute zu Minute derart zu, dass er am Ende unter dem lauten Gelächter des Landtagsplenums selbst sagte: „So, das hat Spaß gemacht.“ Wonach er seine in der Sache scharfe Kritik an der Politik der rot-grünen Landesregierung 11 Minuten fortsetzte. Der Schlussapplaus fiel überdurchschnittlich lang und laut aus.

Der Vorgang ist ein Lehrstück unserer Medienwelt, der traditionellen Medien, der neuen und ihrer gegenseitigen Wirkungen. Einer schreibt „Wutrede“ und alle wiederholen es ungeprüft und ohne nachzudenken. „Zitiert: Tichys Einblick zu Lindners angeblicher Wutrede im Landtag …“ weiterlesen

Zitiert: Tichys Einblick zu Lindners angeblicher Wutrede im Landtag …