Interview mit dem Unternehmer Arndt G. Kirchhoff über Industrie 4.0

Kirchhoff

Anlässlich des Nationalen IT-Gipfels in Berlin erklärte der Präsident des Verbandes der Metall- und Elektro-Industrie Nordrhein-Westfalen (METALL NRW), Arndt G. Kirchhoff, in einem Interview mit dem Fachmagazin „Betriebspraxis & Arbeitsforschung“, Deutschland müsse nun alles tun, um diese gute Ausgangsposition weiter auszubauen. „In der ersten Klasse des Industrie-4.0-Zuges sitzen vornehmlich amerikanische Internetfirmen“, betonte der Metallarbeitgeber-Präsident. Zitate aus dem Interview mit Carsten Seim.

Kirchhoff über den Veränderungsbedarf im industriellen Mittelstand 4.0: „In KMU herrscht oft noch eine sehr traditionelle, auf Technik ausgerichtete Mentalität. Einerseits begründet dies unseren sehr guten Ruf als Ausrüster der Welt. Andererseits reicht es heute nicht mehr nur aus, technisch auf dem neuesten Stand zu sein. Wir müssen vielmehr heute schon da sein, wo unsere globale Konkurrenz erst in fünf Jahren ist. KMU müssen sich darüber hinaus bewusst werden, dass ihre Fabrik in Industrie 4.0 ein offenes, lernendes System sein wird.“

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Schmidt Schnauze

Helmut Schmidt: Schmidt Schnauze. Ein cooler Deutscher, als cool noch nicht in aller Munde war. Ich hatte nie das Glück, ihm als Journalist begegnen zu dürfen. Einmal hatte ich Ben Wisch am Telefon, der zu seinem Inner Circle gehörte. Die Story dazu spielte in einem anderen Land. Rückblende:
In den 70ern war es bis in die Familien hinein eine ideologische Frage, wie lang man seine Haare tragen durfte. Jeder Zentimeter musste hart erkämpft werden. Es kommt einem heute absurd vor. „Mit der Heckenschere“ (Hans-Dieter Hüsch) wollten sie manche abschneiden lassen. Als Verteidigungsminister erließ Schmidt den Haarerlass, der es Bundeswehr-Soldaten zeitweise mit Haarnetz erlaubte, die Matte auch in Kampfmontur zu behalten. Ich war dank Krankenwagen-Zivildienst kein Nutznießer dieser Regelung. Aber es kennzeichnet eine Toleranz Schmidts, die seinerzeit wahrscheinlich mehrheitlich nicht geteilt wurde.
Frühe 70er-Jahre: Meine erste große Freiheit mit 16 als Sprachschüler in Großbritannien. Es war egal, wann ich nach Hause kam. Meine Hostmother war stets wach: Mrs. Zarecki, Witwe eines im Weltkrieg II-Einsatz in der britischen Luftwaffe aktiven tschechischen Jagdfliegers, schwärmte in ihrem Sessel am Kamin in nächtlichen Gesprächen von unserem Chancellor Schmidt. Der Hanseate hatte mit seiner Erscheinung und seinem internationalen Auftreten Eindruck gemacht in GB oder wenigstens an diesem Oxforder Kamin und allein dadurch schon viel für das Ansehen der damaligen Bundesrepublik getan.
Ich bin Schmidt später mittelbar in einem Lambsdorff-Interview und durch Lektüre des Wendepapiers begegnet. Ich kann nicht beurteilen, ob die Zeit für einen Wechsel damals reif war. Wenn ich mir Deutschland und die aktuellen Herausforderungen anschaue, vermisse ich einen Mann oder eine Frau seines Typs. Ich bewundere ihn.

Schmidt Schnauze

Studie: Erreichbarkeit im Zeitalter 4.0 und der digitale Feierabend?

Portraet_IfaaDie digitale Vernetzung bringt neue, flexiblere Beschäftigungsformen mit sich – und zwar räumlich und zeitlich. „Müssen wir nun ständig erreichbar sein“, fragen sich viele. Und in manchen Unternehmen haben Chefetage und Belegschaft bereits den digitalen Feierabend vereinbart. Dienstliche Mails gehen dann schlafen. Die Debatte darüber wird kontrovers geführt. Der Wissenschaftler Dr. Stephan Sandrock vom Institut für angewandte Arbeitswissenschaft, ifaa, meint, dass die „flexiblen Arbeitszeiten und -formen“ den „Beschäftigten und den Betrieben positive Effekte in Richtung Flexibilität“ bieten. Er verweist auf eine Studie seines Instituts. (Foto: ifaa) „Studie: Erreichbarkeit im Zeitalter 4.0 und der digitale Feierabend?“ weiterlesen

Studie: Erreichbarkeit im Zeitalter 4.0 und der digitale Feierabend?