Interview: Die TXLogistik AG, ihre Standortwahl und ihre Perspektiven

TXLogistik-CEO Karl Michael Mohnsen: Interview mit der pro Troisdorf-Vorstandsvorsitzenden Leonie-Schneider-Kuttig und Carsten Seim. Foto: Carsten Seim
Seit September 2005 ist Karl Michael Mohnsen Vorstandsvorsitzender der TXLogistik AG. Der aus Hamburg gebürtige Betriebswirt führt die Geschäfte gemeinsam mit Pietro Mancuso, Vorstand Finanzen, und Frank Lehner, Vorstand Vertrieb/Marketing. Die TXLogistik ist eine hundertprozentige Tochter der Trenitalia. Sie ist mit einem Umsatz von 250 Millionen Euro nach der Deutschen Bahn zweitgrößter Schienen-Logistiker in Deutschland und gehört zu den umsatzstärksten Schienen-Logistik-Unternehmen in Europa. Seit 2015 befindet sich die Konzernzentrale in Troisdorf. Mit Leonie Schneider-Kuttig, Vorstandsvorsitzende des Unternehmerclubs pro Troisdorf, und Carsten Seim, Kommunikationsberatung avaris | konzept, sprach Mohnsen über die Gründe für diese Standortentscheidung und die Perspektiven des Troisdorfer Unternehmens in der Schienenlogistik. Das Interview auf der Seite des Unternehmerclubs pro Troisdorf.

Leonie Kuttig: Herr Mohnsen, wie sind Sie zur Schienenlogistik gekommen?

Mohnsen: Nach meiner Marinezeit und dem Betriebswirtschaftsstudium in Hamburg habe ich zunächst im väterlichen Holzimportunternehmen gearbeitet. Dieses haben wir in den 80er-Jahren verkauft. Ich bin dann zu Hellmann-Worldwide Logistics gewechselt und im Jahr 2002 von dort zum Schienenlogistiker DB Cargo. 2004 wechselte ich zu Trenitalia und wurde im September 2005 zum Vorstandsvorsitzenden der TXLogistik berufen.

Carsten Seim: Warum haben Sie sich dafür entschieden, Ihre Konzernzentrale in Troisdorf zu einzurichten?

Mohnsen: In Troisdorf haben wir genügend Platz, um weiter zu wachsen. Unser neues Gebäude bietet 3000 Quadratmeter Fläche. Wir haben so Reserven, um über die derzeit hier beschäftigen 200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen hinaus noch weiteren 150 Personen Arbeitsplätze einrichten zu können. Hinzu kommt die fantastische Lage unseres Standortes. Selbstverständlich stellt die multinationale Ausrichtung der TXLogistik besondere Ansprüche an Mobilität. Eine gute Verkehrsanbindung schafft Nähe zum Kunden und ist unverzichtbar. Mit dem Anschluss an die Autobahn 59 sowie kurzen Entfernungen zum Flughafen Köln/Bonn und dem ICE Bahnhof Siegburg sind wir hier sehr gut aufgestellt. Wichtig ist uns auch, dass eine Bushaltestelle vor der Tür eingerichtet wurde, die auch zu späteren Tageszeiten bedient wird. Im Schichtbetrieb, der die Qualität unserer Verkehre rund um die Uhr sicherstellt, ist dies unverzichtbar. Vor allem auch weibliche Mitarbeiter kommen per Bus auch spätabends sicher zum Bahnhof.

TXLogistik-CEO Karl Michael Mohnsen: Interview mit der pro Troisdorf-Vorstandsvorsitzenden Leonie-Schneider-Kuttig und Carsten Seim. Foto: Carsten Seim

Troisdorf war auch schnell in der engeren Wahl, weil Spich nicht weit von Bad Honnef entfernt ist und für alle Mitarbeiter gut erreichbar bleibt. In Bad Honnef ist die Idee groß geworden, Unternehmen und Güter über Grenzen hinweg an ihre Ziele zu bringen. Deshalb hatte es für uns höchste Priorität, den Mitarbeitern, die das Unternehmen erfolgreich gemacht haben, den Wechsel möglichst leicht zu machen. Denn es war klar: Nur wenn es gelingen würde, sie „mitzunehmen“, würde die Identität des Unternehmens den neuen Standort erreichen. Gleichzeitig sind wir näher an die großen Ballungszentren der Region herangerückt. Davon versprechen wir uns einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt.

Können Sie uns das erläutern?

Mohnsen: Unser vorheriger Unternehmenssitz hatte einiges zu bieten: die Nähe zum Rhein, eine kleine Innenstadt. Aber: Bad Honnef ist eben nicht Standort der ersten Wahl in der Jobsuche möglicher Bewerber. So war die TXLogistik bislang viel zu wenig sichtbar auf dem Arbeitsmarkt. Durch den Umzug nach Troisdorf sind wir nun im Einzugsgebiet von Bonn, Köln und Siegburg geografisch optimal positioniert. Diese Städte entsprechen endlich Suchbegriffen, die anspruchsvolle Bewerber zu uns führen. Die gute Erreichbarkeit spricht für den Standort, ebenso wie das attraktive Umfeld. Gerade junge Bewerber suchen Freizeitwert. Hier bietet die Nähe zur Großstadt bestechend gute Argumente für TXLogistik.

Sie beschäftigen in Ihrer Troisdorfer Zentrale rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wo wollen Sie in den kommenden zwei bis fünf Jahren noch hinwachsen?

Die TXLogistik hat in der Vergangenheit eine besondere Wachstumskultur ausgebildet. Wichtig ist uns die stetige Optimierung von Prozessen entlang der gesamten Wertschöpfung.

Dies spiegelt auch das neue Unternehmensgebäude wider. Der Raumplanung wurde unser Workflow zugrunde gelegt: In dieser Logik wurden die Abteilungen in der zweiten Etage angeordnet, um die Wege zwischen den Bereichen zu verkürzen und den Austausch an den Schnittstellen zu erleichtern.

Unser Ziel ist es, auch in Zukunft ein Gleichgewicht zwischen quantitativem und qualitativem Wachstum zu schaffen. In erster Linie müssen wir uns weiterentwickeln, kontinuierlich besser werden für unsere Kunden. Effizienz und Innovation sind für uns erste Stellschrauben. Aus neu definierten Ansprüchen an die Performance entsteht dann konkreter Bedarf an neuen, hochqualifizierten Mitarbeitern.

Räumlich haben wir die optimalen Voraussetzungen für Wachstum geschaffen. Unser Unternehmensgebäude hat drei Etagen, zwei davon sind weitgehend belegt. In der dritten Etage kann die Zukunft der TXLogistik wie bereits gesagt jederzeit ausgebaut werden.

TXLogistik-CEO Karl Michael Mohnsen: Interview mit der pro Troisdorf-Vorstandsvorsitzenden Leonie-Schneider-Kuttig und Carsten Seim

Die Employer Brand von TXLogistik: Welche Qualifikationen suchen Sie? Und was macht Sie für qualifizierte Bewerber interessant?

Mohnsen: Als recht junges Unternehmen können wir bereits heute auf sehr gute 15 Jahre zurückblicken und sind eines der erfolgreichsten europäischen Transportunternehmen für Schienengüterverkehr in Europa. Die Eisenbahnlogistik ist eine Zukunftsbranche, wir sind weiter im Wachstum begriffen und bieten viele Karrieremöglichkeiten für Mitarbeiter. Damit wird die TXLogistik vor allem für Bewerber interessant, die sich langfristig an ein Unternehmen binden wollen.

Wir suchen regelmäßig qualifiziertes Personal in Vertrieb, Betrieb, Produktion und Disposition. Kenntnisse und Erfahrungen in den Bereichen Logistik, Spedition und Güterverkehr sind natürlich essentiell. Daneben sind Flexibilität, Einsatzbereitschaft und Verantwortungsbewusstsein besonders wichtig.

Im Gegenzug setzen wir uns sehr für unsere Mitarbeiter ein. Alle internen Maßnahmen sind stark auf Bindung ausgerichtet: Jeder soll alle Möglichkeiten haben, sich mit dem Unternehmen weiter zu entwickeln, persönlich zu wachsen. Die Personalentwicklung stärken wir unter anderem durch Zertifizierungen, Trainings, Coachings, Feedback-Gespräche, E-Learning. Gleichzeitig genießen TX-ler unterschiedliche persönliche Vorzüge. Für den einen ist das Job-Ticket interessant, für den nächsten ein Zuschuss zum Fitness-Studio.

Unsere Mitarbeiter sprechen von einem besonderen Spirit der TXLogistik. Dieser entsteht vor allem dadurch, dass wir das spannende Umfeld eines international agierenden Unternehmens mit dem Zugehörigkeitsgefühl eines Mittelständers verbinden.

Die Deutsche Bahn macht mit ihrer Güterlogistik Verluste. Als Unternehmen wollen und müssen Sie natürlich Gewinne schreiben. Warum sind Sie damit erfolgreich, und die Bahn nicht?

Mohnsen: Ich will nicht so vermessen sein zu behaupten, dass dies am Management liegt (lacht). Der Frachtbereich der Deutschen Bahn schleppt eine ganze Reihe historischer Rucksäcke mit. Er ist zu 100 Prozent im Staatsbesitz, und das Management kann deshalb seine Entscheidungen nicht immer nach unternehmerischen Kriterien treffen. Für privatwirtschaftlich geführte Unternehmen gilt: Wenn man nachhaltige Ertragsprobleme hat, muss man irgendwann einmal sein Geschäftsmodell überdenken. Das kann bedeuten, dass man sich beispielsweise aus unrentablen Strecken zurückzieht. Die Deutsche Bahn hat im Frachtsektor im vergangenen Jahr einen Verlust von 1,5 Milliarden Euro eingefahren. Wir haben in Deutschland rund 15 Millionen Steuerzahler. Jeder von ihnen kommt im Jahr statistisch mit rund 100 Euro für den Verlust auf, den die Bahn im Güterverkehr einfährt. Um eine Vorstellung der Dimension zu erhalten: TXLogistik ist nach der Deutschen Bahn der zweitgrößte Schienenlogistiker in Deutschland. Wir erwirtschaften einen Jahresumsatz von 250 Millionen Euro.

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Wie gehen Sie mit einem dem Wettbewerber „Bahn“ um?

Die Deutsche Bahn hat als Staatsunternehmen kein Insolvenzrisiko. Das ist für sie im Wettbewerb mit uns zunächst ein Vorteil. Auf der anderen Seite muss sie eben Dinge tun, die unternehmerisch nicht alle sinnvoll sind, die ihr aber politisch auferlegt werden. Wir müssen nach dem Hase-Igel-Prinzip schneller und innovativer sein als die Bahn. Diese Innovationen dürfen nicht einfach kopierbar sein. So können wir hoffen, einen akzeptablen Preisvorsprung zu erzielen.

Mit welchen nicht einfach kopierbaren Innovationen arbeiten Sie denn konkret?

Ein Beispiel dafür sind spezielle Paletten, mit denen wir auch LKW und Anhänger auf Waggons heben können, die nicht kranbar sind. Das sind rund 80 Prozent aller LKW und Anhänger. Ohne das von uns entwickelte Untergestell würden sie zerbrechen. So können wir einen wesentlich größeren Teil aller LKW auf die Schiene bringen. Das Verfahren firmiert unter dem Namen Nikrasa für „Nicht krankbare Sattelauflieger“; es ist patentiert und gibt uns nach meiner Schätzung drei Jahre Vorlauf vor dem Wettbewerb. Unser Ziel muss es sein, möglichst viel LKW-Verkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen. Hier schlummern noch viele Potenziale.

In welchen Dimensionen denken Sie da?

Unser Kerngeschäft machen wir in neun europäischen Ländern. Unser Operationsgebiet reicht von den Niederlanden und Deutschland bis nach Schweden und Italien. In diesen neun Ländern bewegen sich jährlich rund 80 bis 90 Milliarden Euro Umsatz per LKW auf der Straße. Davon, so glauben wir, können wir acht bis neun Milliarden Euro auf die Schiene bekommen.

Hilft oder schadet Ihnen die Energiewende in Ihrem Geschäft?

Sie schadet uns mehr als sie nützt. Dies gilt für die meisten politischen Entscheidungen in Berlin.

Können Sie uns Beispiele dafür nennen?

Im Jahr 2014 hat Berlin entschieden, den Anteil der Bahnen an der EEG-Umlage zu verdoppeln. Die Politik hat damit auf eine Debatte reagiert, ob es gerecht sei, dass Großverbraucher durch Erleichterungen bei dieser Umlage Vorteile haben. Das verursacht enorme zusätzliche Kosten für die Schienen-Logistiker. Gleichzeitig sinken die Dieselpreise von Regionen um 1,40 Euro auf heute 90 Cent pro Liter. Einerseits fordert die Politik auch aus Umweltgründen, dass Güter auf die Schiene verlagert werden. Andererseits verteuert sie aber den Schienentransport. Ein falsches Signal war auch die Senkung der LKW-Maut[1], denn auch das begünstigt den LKW-Transport. Gleichzeitig lässt sich die Bahn, die ja Eigentümerin des Schienennetzes ist, dessen Nutzung durch Dritte wie uns sehr gut bezahlen. Diese Nutzungsgebühren machen 25 Prozent unserer Gesamtkosten aus. Und sie steigen jährlich um 3 Prozent. Die Schieneninfrastruktur soll aus Sicht des Staates maximalen Gewinn erzielen. Bahn und Staat nutzen ihr Monopol. Öffentliche Investitionen, die zum Beispiel das Fahren längerer und damit rentablerer Züge ermöglichen würden, unterbleiben. Stattdessen erlaubt der Staat Megatrucks, und die Politik wundert sich gleichzeitig, dass es der Schiene nicht gut geht. In den letzten Jahren gab es keine staatliche Entscheidung, die unsere Produktivität erhöht hätte.

Mit welchen Problemen kämpfen sie noch?

Wir fahren länderübergreifend. Nur finden Sie in Europa 25 bis 30 unterschiedliche Signalsysteme. Das erhöht dramatisch die Komplexität. Unsere Lokomotiven sind teilweise mit technischen Systemen ausgerüstet, die vier oder fünf Signalsysteme in Europa beherrschen. Solche Systeme verdoppeln den Normalpreis einer Lokomotive beinahe. Eine Vereinheitlichung der Signalsysteme in Europa ist ein Milliardenvorhaben. Ich halte sie in absehbarer Zeit nicht für realistisch.

Ein Problem des Güterverkehrs generell ist der Lärm. Die traditionellen Graugussbremsen verursachen Unwuchten an den Rädern der Waggons. Es gibt neue Compositbremsen, die dieses Problem verhindern, weil sie sanfter arbeiten. Die Räder rollen runder, und das halbiert den Lärm. Wir fahren weitestgehend bereits freiwillig mit diesen neuen Bremsen. Sie sind teurer als herkömmliche Systeme. Wir meinen, dass der Gesetzgeber hier eine entsprechende Regelung treffen sollte. Insgesamt macht es uns der Gesetzgeber durch den Rahmen, den er setzt, sehr schwer, Geld zu verdienen. Zudem gibt es sehr viele staatliche Kontrollen unserer Arbeit, obwohl die Bahn im Vergleich zum Straßenverkehr seit jeher ein sehr sicheres Verkehrsmittel ist. Weitere Verschärfungen des staatlichen Regelungsrahmens würden mittelfristig die Frage aufwerfen, ob Bahn überhaupt noch privatwirtschaftlich darstellbar ist.

Und warum halten Sie Schienen-Logistik dennoch für eine profitable Wachstumsbranche?

Ich glaube das. Sonst würde ich hier nicht sitzen.

Und womit wollen Sie in Zukunft Geld verdienen?

Ich glaube, dass wir im LKW-Markt der Länder, in denen wir aktiv sind, rund neun Milliarden Euro Umsatz von insgesamt 90 Milliarden Euro im Speditionsgeschäft auf die Schiene bekommen können. Wir wollen mit besonderen Serviceangeboten und hoher Zuverlässigkeit punkten. Wir stehen LKW hier in keiner Weise nach. Wir haben ein durchgängiges Tracking, sodass unsere Kunden jederzeit genau wissen, wo sich ihre Güter und Fahrzeuge befinden.

Derzeit ist Industrie 4.0 in aller Munde. Wie können Sie diesen Trend international vernetzter Arbeitsteilung bedienen?

Hersteller schätzen im Rahmen von Just-in-Time und Just-in-Sequence unsere hohe Zuverlässigkeit. Unsere Disponenten in Troisdorf arbeiten hier mit Zuverlässigkeiten bis über 90 Prozent.

Was spricht unter Nachhaltigkeitsaspekten für die Schienenlogistik?

Das Beförderungsaufkommen wächst weiter und mit ihm die Herausforderung, Mobilitätsströme zu koordinieren. Dabei nimmt die Schienen-Logistik eine Sonderstellung ein. Denn: Die Straßen sind schon heute überfüllt. Auf der Schiene können hohe Volumina bewegt werden, deren Transport sich auf der Straße unverhältnismäßig ressourcenintensiv gestaltet und für Spediteure unwirtschaftlich ist. Green Logistics ist zunehmend gefragt. Dieser Trend geht zum einen stark von Unternehmen aus, die immer mehr auf ihre Klimabilanz schauen. Zum anderen wird dieses Selbstverständnis wiederum von vielen Seiten gefördert. Auch die politischen Rahmenbedingungen ändern sich. Die Schweiz geht mit gutem Beispiel voran: Hier wurde der Güterverkehr bereits stark reglementiert, um die Straße zu entlasten.

Die Schiene ist auch unter Umweltaspekten Verkehrsträger der ersten Wahl. Der Verband der Deutschen Bahnindustrie belegt den Systemvorsprung statistisch. Zitat: „Im Güterverkehr verhindert die Verlagerung der Verkehrsleistung (Straße – Schiene) von einem Prozentpunkt den Ausstoß von jährlich rund 500.000 Tonnen CO2.“

Als Eisenbahnlogistikunternehmen verstehen wir es als unsere Aufgabe, den Systemvorsprung weiter auszubauen, die Umwelt- und Klimavorteile der Bahntechnik weiterzuentwickeln und zu vermarkten. So können wir die Schiene nachhaltig stärken: in der öffentlichen Wahrnehmung und in der Klimapolitik.

Das Leitmotiv des Unternehmerclubs pro Troisdorf heißt: „Vernetzt mehr erreichen“. Wie würden Sie dieses Motto für sich interpretieren?

Dieses Leitmotiv beschreibt ebenso treffend das Selbstverständnis der Transportbranche. Erstes Ziel ist es, die Wirtschaft und ihre Akteure zu vernetzen. Wir verbinden Unternehmen über Spediteure mit ihren Kunden. Die weitere Vernetzung ist vielschichtig. TXLogistik koordiniert Warenströme europaweit. Dabei sind unterschiedliche Dienstleister in den Prozess eingebunden: vom Schienennetzbetreiber über Lieferanten bis hin zum Terminal. Qualität wird zur Kettenreaktion. Effizienz von Verkehren entsteht, wenn alle relevanten Knotenpunkte mit kompetenten Partnern besetzt sind. Unternehmen entlang ihrer Lieferkette stark aufzustellen: Das ist unsere erste Aufgabe.

Unsere Kunden profitieren von einem gewachsenen Netzwerk, ohne die Komplexität der Verbindungen zu spüren. In diesem Kontext gewinnt die digitale Vernetzung zentrale Bedeutung. Wenn es darum geht, Kunden das Handling möglichst leicht zu machen und Transparenz zu schaffen, ist leistungsfähige Informationstechnik gefordert: für einfachen Datenaustausch und Echtzeitinformation.

Noch eine Frage zu Ihrer regionalen Vernetzung: Haben Sie Netzwerkpartner unter Troisdorfer Wirtschaftsakteuren, die für Sie bedeutsam sind?

Mohnsen: In direkter Nachbarschaft hat sich ein spannender Kontakt zu einer Druckerei ergeben. Es war ein Kontakt der ersten Stunde. Die RSP Direktmarketing GmbH ist schnell zu einem bedeutenden Partner geworden und übernimmt derzeit die Abwicklung sämtlicher Druckaufträge, die wir extern vergeben. Die räumliche Nähe ist in dieser Zusammenarbeit besonders wertvoll, denn Abstimmungen können auf kurzem Weg erfolgen, Absprachen sind sehr persönlich. Dadurch gewinnen wir Flexibilität, Reaktionszeiten und eine hohe Verbindlichkeit.

In Kürze soll ein weiterer Dienstleister fußläufig erreichbar sein. Direkt gegenüber unserem Unternehmensgebäude soll sich ein Anbieter für Werbemittel niederlassen. Dies ist für uns besonders spannend. Wir haben hohe Ansprüche an unsere Kommunikation. Nach unserem Verständnis sollen alle Medien einen wirklichen Nutzen haben und vom Kunden aus gedacht sein. Dies gilt für sämtliche Unterlagen, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen. Und es gilt bis hin zu Werbeartikeln, die etwas Besonderes sein sollen: funktional und originell. In diesem Umfeld ist es wertvoll, die aktuellen Trends zu kennen. Dies wird mit einem Partner möglich, der regelmäßig die neuesten Produkte vorstellt und mit der Zeit auch ein Gespür dafür gewinnt, was zu unserem Unternehmen passt.

Interview: Leonie Kuttig, Carsten Seim

Carsten Seim

Carsten Seim, Redaktionsbüro avaris | konzept

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