Meine erste türkische Hochzeit

Vor kurzem bin ich auf einer türkischen Hochzeit eingeladen gewesen. Im Gewerbegebiet hinter dem Containerbahnhof Eifeltor erscheint ein hell erleuchteter Saal. Vielleicht rund 500 Gäste. Meine türkische Tischnachbarin, eine junge Frau mit akzentfreiem Deutsch, Juristin mit 1. Staatsexamen und strahlendem Lächeln, erklärt mir, was passiert. Die Band spielt traditionelle Lieder aus allen Regionen der Türkei. Viele Verwandte sind eingeflogen. Sie tanzen im Kreis in zwei Reihen. Zwei junge Frauen fordern mich auf, mitzumachen. So bewegen wir uns seitlich vorwärts. Drei Schritte zurück, einmal leicht auf beiden Beinen wippen, drei Schritte vor, wieder wippen, und so weiter. In der Mitte der Sänger mit dem wirklich wunderschönen Brautpaar. Eine Hightech-Kamera-Regie zeichnet alles minutiös auf. Die Bilder werden an eine große Bildwand geworfen, sodass alle im Saal das Geschehen verfolgen können. Es ist, wie meine Tischnachbarin erklärt, einer der schönsten Säle in der Region. Er sei an vielen Tagen in der Woche auf zwei Jahre hinaus ausgebucht. In Bergisch-Gladbach gebe es noch einen, der 1500 Hochzeitsgäste fasst. Eine groß gewachsene im wahrsten Sinne des Wortes bildschöne Frau im gelben Abendkleid könnte in einem Spielfilm die Helena von Troja spielen. Schöne bunte Republik. Und wunderbar, dass Marlene und ich bei dieser Feier dabei sein durften! Dem Brautpaar, das im Anschluss den traditionellen Geschenke-Parcours erlebte, wünschen wir alles, alles Gute. ‪#‎Integration‬

Carsten Seim

Carsten Seim, Redaktionsbüro avaris | konzept

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